Morbus Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der vor allem Bewegungsabläufe - willkürliche und unwillkürliche - gestört sind. Nach weitläufiger Meinung handelt es sich bei Morbus Parkinson um eine Alterskrankheit. Der Anteil von Erkrankten, die erste Symptome vor dem 40. Lebensjahr entwickeln, liegt immerhin bei rund 10%. Am häufigsten tritt die Krankheit jedoch zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf.

Charakteristisch ist ein fortschreitender Verlust an dopaminhaltigen Nervenzellen vorwiegend in der Substantia nigra im Mittelhirn, aber auch in anderen Kernkomplexen des Hirnstamms. Fehlt das Dopamin oder tritt ein Dopaminmangel auf, werden die Nervenzellen im Streifenkörper nicht ausreichend stimuliert. Es kommt zu der Parkinson-typischen Verlangsamung aller Bewegungen (sog. Hypokinese) bzw. zu einer Bewegungsarmut bis hin zur Bewegungslosigkeit (Akinese). Dabei entsteht ein Ungleichgewicht zu Gunsten anderer Überträgerstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. Auf dieses „cholinerge“ Übergewicht führt man das Zittern (Tremor) und die Muskelsteifheit (Rigor) der Parkinson-Patienten zurück.

Die Parkinson-Krankheit kann über Jahre hinweg erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden. Die vorrangig medikamentöse Therapie wird individuell ergänzt durch Logopädie, Physio- und/oder Ergotherapie, ggf. chirurgische Maßnahmen. Die Arzneimitteltherapie ist durch die Fortschritte der vergangenen Jahre zunehmend komplexer geworden. Heilen lässt sich Parkinson aber (noch) nicht.

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